BURG ROGGENSTEIN
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Luftbild Bereich Schlössl und Ruine mit freundlicher Genehmigung von Herrn Alois Laumer - www.oberpfalz-luftbild.de.
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Allgemeine Informationen
Lage Die zweite Burganlage in Roggenstein befindet sich am nördlichen Ende des Dorfes. Leider mittlerweile fast völlig von grün überwuchert und in sehr schlechtem Zustand, wie die übrigen Gutsgebäude mit dem so genannten Schlössl. Es ist auch nur möglich einen Rundturm auf dem Bereich der Hauptburg zu erkennen, was sonst noch an anderen Gebäuderuinen steht, lässt sich von weitem nicht einschätzen.
Nutzung keine, Privatbesitz
Bau/Zustand Burgstall
Typologie Höhenburg
Sehenswert
  • überwachsene Mauer mit Halbschalenturm
  • Schlössl
Bewertung -
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 49°38'30.3"N 12°15'55.5"E
Höhe: 507 m ü. NN
Topografische Karte/n
Burg Roggenstein bei OpenTopoMap
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Von der A6 Amberg-Waidhaus die Ausfahrt 73 (Vohenstrauß West) nehmen und weiter auf der Straße in Richtung Weiden, bis zum Abzweig nach Roggenstein. Die ehem. Burg liegt kurz bevor man das Ortsschild Roggenstein passiert auf der links befindlichen Bergzunge. In etwa der Ortsmitte (eingestürzte Stallungen) befindet sich die Zufahrt zum Gutshof. Parkmöglichkeiten am Straßenrand.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Nur Außenbesichtigung möglich.
Die Burg befindet sich im Privatbesitz, bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner!
Eintrittspreise
-
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
Keine Einschränkungen
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keine
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer erreichbar.
Bilder
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Grundriss
keine Grundriss verfügbar
Historie
1150 Erste urkundliche Erwähnung mit Adalbert von Rakkendorf in einer Schenkungsurkunde der Brüder Willhof an das Kloster Reichenbach. Das Geschlecht der Rakkendorfer dürfte zu dieser Zeit noch auf dem Alten Haus gesessen sein, ehe diese sich die neue Burg im Norden erbauten.

1341 Johann Dreswitz (Treswitz) und dessen Sohn kaufen die nördliche Burg und übertragen den ehemals freien Besitz der Rakkendorfer dem Böhmenkönig Johann zu Lehen auf.

1382 March Dreswitz verkauft die Burg mit Zubehör an die Landgrafen von Leuchtenberg.

1399 Niklas von Stein wird neuer Besitzer des nördlichen Teils.

1404 Die Freiherren von Stein vereinen den getrennten Besitz und nennen sich nun Freiherren von Stein zu Stein und Rackenstein (später Roggenstein). Unter Wilhelm von Stein, der seinen Besitz als frei sah und die Halsgerichtsbarkeit verlangte, kommt es zur Belagerung durch die Landgrafen von Leuchtenberg und teilweisen Zerstörung der Burg Roggenstein.

1543 Thomas von Reitzenstein kauft Rackenstein, macht jedoch nur eine Anzahlung und stirbt nach einem Jahr ehe die Schuld beglichen war. Landgraf Georg übernimmt den Besitz zahlt dem Verkäufer, Mathes von Stein, jedoch auch nicht die volle Summe, der dann in Gaisheim verstirbt.

1544 Walter von Habsberg erwirbt Rackenstein und läßt die immer noch zerstörte Burg neu aufbauen.

1557 Nach Streitigkeiten mit den Landgrafen von Leuchtenberg verläßt Walter von Habsberg Rackenstein, da dieser gegen den Willen des Landgrafen hier die Reformation eingeführt hatte. Die Landgrafen machen Rackenstein zum Sitz ihrer Richter. Als erster ist Sigmund von Nankenreuth, Landsasse in Schretz bei Bayreuth, zu Rackenstein im Richteramt.

Zwischen 1579 - 1584 Joachim von Kindsberg (Künsberg) auf Rackenstein gesessen, diesem folgen die von Giech (später Grafen von Giech) mit Sebastian von Giech.

1648 Nach dem Ende des 30jährigen Kriegs versuchen die von Giechs das Rittergut zu verkaufen und finden erst mit dem General Druckmüller einen Käufer. Zuvor war nach dem Aussterben der Landgrafen von Leuchtenberg die Grafschaft an die Wittelsbacher gefallen, deren General Druckmüller war.

1692 Druckmüllers Schwiegersohn, Christohp von Seiboldsdorf, übernimmt das Rittergut.

1738 Friedrich von Eberz erwribt das Gut von den Seiboldsdorf.

1859 Die Erben der Freiherren von Eberz verkaufen das Rittergut an einen von Grafenstein, der schließlich den gesamten Besitz zertrümmert.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Stadt Vohenstrauß - Vohenstrauß im Wandel der Zeiten | Vohenstrauß, 1978.
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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