NOSSA SENHORA DA GRAÇA FORT | CONDE DE LIPPE FORT
 Weltweit | Europa | Portugal | Distrikt Portalegre | Provinz Alentejo | Elvas


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Allgemeine Informationen
Lage Als Teil des größten Trockengraben Bollwerk-Systems der Welt gehört das Fort Nossa Senora da Graça seit 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe der Garnisons-Grenzstadt Elvas. Das Fort, das lange auch unter dem Namen Fort Lippe bekannt war, auf dem nördlich gelegenen, ungefähr einen Kilometer entfernten Hügel wurde im 17. Jahrhundert errichtet, um die Festungsstadt Elvas vor Beschuss aus dieser erhöhten Position zu schützen.
Auf einem nördlich der Stadt liegenden Hügel, vor Bau der Festung Standort einer Wallfahrtskapelle.
Nutzung Museum
Bau/Zustand Restauriert
Typologie Festung
Sehenswert
  • Herausragendes Beispiel des Festungsbaus französischer Manier und in Kombination mit der Festungsstadt und dem gegenüberliegenden Fort Santa Luzia unbedingt sehenswert. Die Festung hat eine viereckige Grundform mit Bastionen, Ravellins und Demi-Lünes und einem fast ebenso großen Hornwerk.
Bewertung Weitläufige, gut gepflegte und dokumentierte Festungsanlage.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 38°53'40.0"N 7°09'51.0"W
Höhe: ca. 404 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
Forte Graça - Elvas
+(351) 268 625 228

forte.graca@cm-elvas.pt
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Elvas liegt kurz vor der spanischen Grenze an Autobahn A-6 Ausfahrt Elvas, Anfahrt über die N-246 bis Abzweig zum Fort, kostenlose Parkplätze je nach Besucheransturm unterhalb des Forts und kurz vor dem Haupteingang. Bis nach Badajoz in Spanien sind es ca. 15 Kilometer.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A..
Öffnungszeiten
täglich geöffnet 10-17 Uhr, im Mai-September 10-18 Uhr
Eintrittspreise
wegen Covid-Bestimmungen derzeit kostenlos, sonst 5,- €, Kinder 4,- €
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
mit Kindern gut zu besuchen, die ausgedehnten Kasematten sind einem Irrgarten nicht unähnlich und sind vielfach mit lustigen Soldaten-Karrikaturen aus der Zeit der militärischen Nutzung bis in die 1970er verziert.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nein
Bilder
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Grundriss
Ein früher Plan der Festung und ihres Terrains. Die Redoute ist darauf noch nicht in ihrer endgültigen Form eingezeichnet.
Quelle: Festungsbroschüre
Ein späterer Grundriss mit der korrekten Darstellung der Redoute.
Quelle: Festungsbroschüre
Historie
1658/59 - spanische Truppen errichten während der Belagerung von Elvas im Restaurationskrieg auf dem Hügel mit der Kapelle Santa Maria da Graça eine Batterie mit zwei Geschützen. Die damaligen Kanonen können zwar nicht die Stadt erreichen, aber das Tal dazwischen kontrollieren.

1762 - der Oberkommandierende der Portugiesischen Armee, Friedrich Wilhelm Ernst Graf zu Schaumburg-Lippe erkennt wegen der gestiegenen Reichweite der Kanonen die Gefahr für die Festung Elvas. Er lässt Pläne für den Bau einer neuartigen Festung nach französischer Manier entwerfen. Ein Vorbild für den inneren Kern der Festung ist die Inselfestung Wilhelmstein im Steinhuder Meer. Bis zu 6000 Menschen sind im Jahr darauf mit dem Festungsbau beschäftigt. Sie errichten eine im Kern quadratische Festung mit vier Bastionen, Ravellins und einem Hornwerk in Nordost-Richtung. Die Festung erhält bombenfeste Kasematten und hat eine Zisterne, die die Besatzung bis zum einem Jahr mit Wasser versorgen kann.

1792 - die Festung ist laut historischen Quellen fertiggestellt. Spätere Berichte schreiben allerdings noch 1797 von Baurückständen einzelner Werke. Für die Leitung der Arbeiten wird der Armee-Ingenieur Étienne ausgewählt, der kurz darauf durch Oberst de Valleré ersetzt wird. Die Festung hat in ihrer Hochzeit eine Besatzung von fast 1800 Mann die über 136 Kanonen unterschiedlicher Kaliber und 12 Mörser verfügen.

1762 - Spanische Truppen fallen erneut in Portugal ein und belagern Elvas erfolglos.

1801 - im sogenannten "Orangen-Krieg" fallen französische und spanische Truppen in Portugal ein und belagern Elvas. Der Generalissimus von Spanien Manuel de Godoy lässt in Elvas Orangen pflücken und schickt sie mit der Ankündigung, er werde auf Lissabon marschieren, an die Spanische Königin. Der Krieg endet nach 18 Tagen mit dem Frieden von Badajoz.

1808 - nach dem Einmarsch napoleonischer Truppen in Portugal wird Elvas besetzt. Die französischen Truppen konzentrieren sich dabei in der modernsten Verteidigungsanlage von Elvas, im Fort Graça.

1811 - britische-portugiesische Truppen vertreiben die Franzosen aus Elvas und befreien die Stadt. Elvas wird zum Rückzugspunkt und Depot für Wellingtons britische Armee auf der Halbinsel

1856 - das Fort verliert seine militärische Bedeutung und wird Standort einer Strafkompanie.

1894 - das Fort wird zum Disziplinar-Depot umgewidmet und bleibt dies bis 1989. In den 1970er Jahren sind auch zahlreiche politische Gefangene der ersten Republik in Elvas inhaftiert.
Quellen: Festungsbroschüre
Literatur
  • -
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • whc.unesco.org
    Garrison Border Town of Elvas and its Fortifications
  • vimeo.com
    Video : Fort de Lippe / Forte da Graça
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  • [27.03.2021] - Neuerstellung.
Sonstiges
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